Stärken Sie Ihr Immunsystem von innen

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Wer gesund bleiben möchte hegt und pflegt seinen Darm – von innen, wie von aussen. Wie das op­ti­male Pfle­ge­pro­gramm dafür aus­sieht.

Mit einer Ober­fläche von un­ge­fähr 400 Qua­drat­me­tern stellt der Darm eine wich­tige Bar­riere des Kör­pers zur Aus­sen­welt dar. An und in der Darm­schleim­haut findet statt, was zur Ge­sund­erhal­tung un­seres ge­samten Kör­pers bei­trägt.

Das kann der Darm unter an­derem:

  • Er­kennen, der auf­ge­nommen Sub­stanzen und In­for­ma­tion an andere Organe*
  • Se­lek­tion und ggf. Zer­stö­rung von Giften, Keimen, feind­li­chen Pro­te­inen (All­er­genen) etc.
  • Auf­nahme und teil­weise auch Ak­ti­vie­rung von Mi­kro­nähr­stoffen (Vit­amine und Mi­ne­ral­stoffe) und se­kun­dären Pflan­zen­stoffen
  • Auf­spal­tung von Nähr­stoffen und Über­gabe zum Trans­port ins Blut- oder Lymph­sy­stem
  • Aus­scheiden von Sub­stanzen, die die Bar­riere nicht pas­sieren sollen

Das Im­mun­sy­stem der Dick­darm­schleim­haut ist mit allen an­deren Schleim­häuten (z. B. Nasen‑, Mund- oder Bron­chi­al­schleim­haut) im­mu­no­lo­gisch ver­netzt und ver­sorgt diese mit An­ti­kör­pern und Im­mun­bo­ten­stoffen.

Ein Bei­spiel*: Sie essen einen un­ge­niess­baren, aber un­gif­tigen Pilz. Be­stimmte Sub­stanzen des Pilzes können für Ihren Körper schäd­lich sein, wenn sie in die Blut­bahn ge­langen. Die Darm­schleim­haut er­kennt dies und re­agiert mit di­versen In­for­ma­tions- und Ak­ti­ons­mass­nahmen. Ihnen wird übel und Sie ent­wickeln eine Ge­schmacks-Aver­sion, so dass Sie auf jeden Fall nicht wieder solche Pilze essen wollen. Gleich­zeitig be­kommen Sie Durch­fall, so dass die schäd­li­chen Pilz­be­stand­teile Ihren Darm mög­lichst rasch ver­lassen.

Vom Essen des Ge­richtes bis zur Re­ak­tion dauert es, je nach Ess­menge und Ge­fähr­lich­keit der Sub­stanz, un­ge­fähr 45 Mi­nuten bis ma­ximal 4 Stunden.

Sit-ups für einen gesunden Darm

Dafür, dass dieses kom­plexe und le­bens­wich­tige Im­mun­sy­stem gesund bleibt, kann man viel tun: Ei­ner­seits gilt es die wert­vollen Mi­kro­or­ga­nismen (Mi­kro­biom) zu för­dern und an­de­rer­seits die Darm­be­we­gung (Pe­ri­staltik) aktiv zu halten. Mit ge­sunder Er­näh­rung und re­gel­mäs­siger Be­we­gung kann das er­reicht werden. Ja, Sie haben richtig ge­lesen, der Darm muss nicht nur von innen son­dern auch durch die Mus­kel­be­we­gung im Bauch­raum sti­mu­liert werden.

Darmgeräusche für ein starkes Immunsystem

Das Mir­kro­biom des Darms und die ge­sunde Funk­tion der Darm­schleim­haut werden durch be­stimmte Bak­te­rien und Pflan­zen­stoffe aus der Nah­rung be­son­ders ge­för­dert.

Damit wird das Wachstum der ge­sunden Mi­kro­or­ga­nismen im Darm ge­för­dert:

  • Milch­säu­re­bak­te­ri­en­hal­tige Nah­rungs­mittel wie Sauer­kraut, Sauer­rüben aber auch pro­bio­ti­sche Milch­pro­dukte oder Ap­fel­essig.
  • Inul­in­hal­tige Nah­rungs­mittel (prä­bio­ti­o­t­sich) wie Chi­corée, Spargel, Ar­ti­schocken, Pa­sti­naken, Schwarz­wur­zeln oder To­pinambur.
  • All­ge­mein Obst, Gemüse, Salat und Beeren. Diese nicht nur wegen des hohen Fa­ser­ge­haltes, son­dern auch wegen di­verser se­kun­därer Pflan­zen­stoffe wie Glu­co­si­no­late aus Kresse, Senf oder Ret­tich oder Sul­fide aus Lauch, Zwie­beln oder Knob­lauch.
  • Fa­ser­reiche Voll­korn­pro­dukte und Hül­sen­früchte.

Vollkorn? So geht’s:

  • Er­setzen Sie in Re­zepten das Weiss­mehl ganz oder teil­weise durch Voll­korn­mehl.
  • Wählen Sie Voll­korn­brot. Hat es kein Voll­korn­brot im Regal, nehmen Sie ein Brot mit Kernen, Nüssen, Samen.
  • Wählen Sie Voll­korn­teig­waren, Voll­korn­reis etc. als Stär­ke­bei­lage aus. 
  • Mi­schen oder er­setzen Sie Ihre Früh­stücks­flocken mit Voll­korn­ge­trei­de­flocken

Viele der hier auf­ge­zählten Nah­rungs­mittel werden mit Rum­pel­bauch in Ver­bin­dung ge­bracht. Da­gegen lässt sich nur schlecht ar­gu­men­tieren. Fakt ist, dass diese harm­lose Darm­ak­ti­vität ein ge­sundes und kein krank­haftes An­zei­chen ist. Ganz anders bei schmerz­haften Blä­hungen, Durch­fall oder im Falle von Ko­liken. Diese Sym­ptome deuten auf ernst­hafte Un­ver­träg­lich­keiten oder All­er­gien hin.

An die Rumpel-Es­senzen aus der Nah­rung kann sich der Darm gut ge­wöhnen, sofern Sie die fol­genden Punkte be­achten:

  • lang­sames stei­gern der Menge
  • immer ge­nü­gend trinken, da dau­durch die Nah­rungs­fa­sern auf­quellen
  • nicht meh­rere neue Nah­rungs­mittel aufs Mal aus­pro­bieren

Darmsanierung, was bringt das?

Der Darm­aufbau, um­gangsprach­lich auch Darm­sa­nie­rung ge­nannt, hat das Ziel die ge­sunden Mi­kro­or­ga­nismen im Darm zu för­dern und so das Im­mun­sy­stem des ganzen Kör­pers zu stärken. Damit tun Sie mehr für ihren Körper als nur gerade die Grip­pe­saison wohl­be­halten hinter sich zu bringen. Genau darauf, kann bei einer Stand­ort­be­stim­mung in­di­vi­duell ein­ge­gangen werden.

Ruth Ellenberger

Ruth Ellenberger

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