Ernährung bei Polyendokrinem metabolischem Ovarsyndrom (PMOS) bisher Polycystischem Ovarialsyndrom (PCOS)
Zur Namensänderung: Im Mai 2026 wurde das Polycystische Ovarialsyndrom (PCOS) in Polyendokrines metabolisches Ovarsyndrom (PMOS) umbenannt. Der neue Name soll besser verdeutlichen, das es sich hierbei um umfassende endokrine (hormonelle) und metabolische (den Stoffwechsel betreffende) Prozesse handelt und nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen wurde, vor allem um Eierstockzysten.
Das PMOS stellt die häufigste hormonelle Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter dar. Je nach Quelle sind 6 bis 21 Prozent betroffen.
Was sind die Symptome von PMOS?
- Zyklusstörungen (Eibläschen reifen nicht vollständig aus und sammeln sich in den Eierstöcken an)
- Verminderte Fruchtbarkeit
- Erhöhung der männlichen Geschlechtshormone im Blut (Hyperandrogenämie) und deren Folgen
- Insulinresistenz
- Formveränderung der Eierstöcke (polyzystische Ovarmorphologie)
- Übergewicht bzw. Adipositas (bis zu 88 Prozent der Betroffenen)
Was sind die Ursachen von PMOS?
Es handelt sich um ein komplexes Krankheitsbild, dessen Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Die mit der Insulinresistenz einhergehende erhöhte Insulinausschüttung scheint jedoch einen Einfluss zu haben. An einheitlichen Standards in der Diagnostik und Therapie wird gearbeitet.
Warum ist die Ernährungsberatung bei PMOS wichtig?
Bis zu 88 Prozent der betroffenen Frauen weisen Übergewicht oder Adipositas auf. Dies hat einen negativen Einfluss auf den Hyperandrogenismus sowie die Insulinresistenz, – insbesondere das übermässige Bauchfett. Als Begleiterscheinung treten ausserdem meist Entzündungsprozesse auf. Häufig werden dagegen Medikamente (z. B. Antidiabetika) eingesetzt. Dennoch liegt ein wichtiger Therapieschwerpunkt auf einer antientzündlichen Ernährungsumstellung sowie Bewegungssteigerung mit langfristiger Verhaltensveränderung und entsprechender Gewichtsreduktion. Bereits eine dauerhafte Verminderung des Körpergewichts um 5 Prozent bewirkt Vorteile, was den Stoffwechsel, die Insulinresistenz, die Psyche und nicht zuletzt die Fruchtbarkeit betrifft. Ausserdem zeigen neuere Hinweise, dass auch das Mikrobiom oder verminderte Konzentrationen von gewissen Mineralstoffen im Blut (Magnesium, Zink, Selen und Chrom) einen Zusammenhang mit dem Krankheitsbild haben könnten.
Wie kann eine Ernährungsberatung helfen?
In der Ernährungsberatung erarbeiten wir zusammen konkrete Verhaltensveränderungen entsprechend Ihrer aktuellen Lebenssituation und Gewohnheiten. Diese erproben Sie im Alltag und wir adjustieren sie laufend bei folgenden Terminen. Schritt für Schritt gelingt Ihnen so eine umfassende und dauerhaft umsetzbare Ernährungs- und Bewegungsumstellung. Dies führt in Folge zu einer Gewichtsreduktion und Optimierung der PMOS-Symptome.
