Haut weg nach bariatrischem Eingriff

Team surgeon at work on operating room in hospital
Gründe, warum eine Ope­ra­tion auch aus me­di­zi­ni­scher Sicht sinn­voll ist: Chir­urgin Dr. Dorrit Win­ter­holer im Kurz-In­ter­view über die re­kon­struk­tive Me­dizin nach einem ba­ria­tri­schen Eingriff. 

Nach einem ba­ria­tri­schen Ein­griff ver­lieren die Pa­ti­enten sehr schnell sehr viel Ge­wicht. Dieser grosse Ge­wichts­ver­lust be­deutet gleich­zeitig ein grosser Über­schuss der Haut am ganzen Körper. Nach wel­cher Zeit macht die re­kon­struk­tive Me­dizin über­haupt Sinn?
Dr. Dorrit Win­ter­holer:
Ein re­kon­struk­tiver Ein­griff ist frü­he­stens ein Jahr nach der ba­ria­tri­schen Ope­ra­tion sinn­voll. Meiner Er­fah­rung nach, nehmen viele Pa­ti­enten vom nied­rig­sten er­reichten Ge­wicht nach der Ope­ra­tion wieder leicht zu und sollten dieses einige Monate stabil halten können. Von den Kran­ken­kassen wird ein sta­biler Ge­wichts­ver­lauf über ein halbes Jahr gefordert.

Sind meh­rere Ein­griffe an einer Kör­per­stelle not­wendig?
Das hängt ganz vom Befund ab. In der Regel werden die Haut und Ge­we­be­straf­fungen der Arme und Brüste in einem Ein­griff durch­ge­führt. Dies ist auch im Be­reich der Beine mög­lich. Bei aus­ge­dehnten Fett­schürzen und Ge­we­be­über­schuss am Rücken können manchmal meh­rere Ein­griffe not­wendig werden. Wenn immer mög­lich werden die Ein­griffe mit einem Team aus meh­reren pla­sti­schen Chir­urgen kom­bi­niert, um Ope­ra­tionen und Nar­ko­se­zeit für die Pa­ti­enten zu reduzieren.

Die über­schüs­sige, run­ter­hän­gende Haut passt für viele Pa­ti­enten nicht mehr zu ihrem neuen Kör­per­ge­fühl. Gibt es neben den äs­the­ti­schen, auch me­di­zi­ni­sche Gründe sich ope­rieren zu lassen?
Ja. Die Pa­ti­enten leiden unter Schwitzen und wunder Haut im Be­reich der Haut­falten. Aus­serdem be­reitet die er­schlaffte Haut (hy­per­mo­bile Ge­we­be­an­teile) Schmerzen beim Be­wegen. Dies kann sehr hin­der­lich beim Sport­treiben und Ar­beiten sein.
Viele Pa­ti­enten leiden psy­chisch unter den teil­weise ent­stel­lenden Haut­über­schüssen, was eben­falls ein me­di­zi­ni­sches Pro­blem dar­stellt.
Für allen Pa­ti­enten wird ein Ko­sten­gut­s­pra­che­ge­such ge­stellt. Je nach Ent­schei­dung der Kran­ken­kasse können me­di­zi­ni­sche und äs­the­ti­sche Ein­griffe auch kom­bi­niert erfolgen.

Was sollte bei einer sol­chen Ope­ra­tion davor und danach auf alle Fälle be­achtet werden?
Für ein gutes und schönes Er­gebnis und eine pro­blem­lose Wund­hei­lung ist ein sta­biler Ge­wichts­ver­lauf und eine aus­ge­wo­gene ge­sunde Er­näh­rung ent­schei­dend.

Zur Person

Dr. Dorrit Win­ter­holer ist Pla­sti­sche- und All­ge­mein­chir­urgin sowie Mit­grün­derin des me­di­zi­ni­schen Campus «Rivr» in Zürich. Hier und in den Hirs­lan­den­k­li­niken «Im Park» und der «An­dre­as­klinik Cham» bietet sie äs­the­ti­sche und re­kon­struk­tive Chir­urgie an.

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